Samstag, 27. November 2010

Baschkas erster Ausflug

Das traumhaft schöne Wetter und die Tatsache, dass heute Antonia und Paulina mit Ben mitkamen, hat mich veranlasst, endlich Baschka mit ins Gelände zu nehmen. Ein bisschen Bammel hatte ich vor ihrer Reaktion an der Straße, denn so weit ich weiß, ist sie gar keine Autos gewohnt. Doch Gott sei Dank fahren am Wochenende keine LKWs und auch mit vielen Treckern ist in dieser Jahreszeit nicht zu rechnen – also ein guter Moment. Paulina war mit genügend Selbstbewusstsein und Ruhe, aber vor allem vielen Leckerchen ausgerüstet, die sie bei jedem vorbeifahrenden Auto in sie reinsteckte. So stutzte sie nur beim ersten Mal ganz kurz und ließ sich ansonsten von der Ruhe und Abgeklärtheit von Hansl, Fiete und Jimmy anstecken.

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Paulina hat den geführten Ausritt mit Baschka hervorragend gemacht: Mit viel Ruhe und Kompetenz.

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Gemeinsam in der Gruppe, fällt es jedem Pferd leichter, Neues zu lernen und Unbekanntes positiv zu erfahren.

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Rauf und runter – kein Problem

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So gelassen soll es aussehen: Kopf an Schulter. Gut so!

Ansonsten macht mir Baschkas Dominanz im täglichen Alltag schon Sorgen. Sie ist so scharf darauf, raus zu kommen und Kraftfutter zu bekommen, dass sie alles über den Haufen rennt, was an der Tür steht. Nicht ungefährlich für die Kinder, die ihre Ponys holen. Sie ist mir sogar aus dem Stand über die große grüne Karre gesprungen, weil sie unbedingt raus wollte – ich konnte nur noch zur Seite springen. Also muss sie immer einer am Halfter festhalten, wenn die anderen zum Reiten kommen. Ich arbeite daran…

Dienstag, 9. November 2010

Mutige Baschka

 

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Wie schon auf dem Ponyschul-Blog erzählt, hat Uwe sich und seine Schuhe mit laut knisternden Plastiktüten gegen den Matsch geschützt (gibt gar nicht so viel bei uns…). Als der Schmidtsche Hund Kalle unlängst einen knisternden Pfotenverband umhatte und damit rumlief, gingen alle Ponys durch. Aber bei den großen Tüten, blieben alle cool – auch Baschka.

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Sie scheint an einem neuen Talent zu arbeiten: Springen. Bei der Stangenarbeit mit Linda hat sie die Beine richtig hoch gehoben. Und als ich mit der großen grünen Schubkarre durch die Tür wollte, stand sie davor. Statt zurück zu gehen, ist sie aus dem Stand über die Karre gesprungen, ohne diese zu berühren. Wow, wie gut, dass ich zur Seite gegangen war...

Ich freue mich SEHR darüber, dass Linda, Liya, Antonia und Paulina Samstags etwas früher aufstehen, um noch vor ihrer eigentlichen Reitstunde mit Baschka zu arbeiten. Danke – im Namen der Grauen. Würden sich doch noch mehr Kids daran ein Beispiel nehmen…

Sonntag, 31. Oktober 2010

Endlich geht die Ausbildung weiter!!!!

 

Ganz ehrlich: Ich war und bin schon SEHR enttäuscht, wie wenig die Jugendabteilung ihr Versprechen - und damit schließlich die Voraussetzung bei der Anschaffung der kleinen Wildstute - umsetzt, sich um die Ausbildung von Baschka zu kümmern. Obwohl zwei Wochen Ferien waren, ließen sich nur Annika und Leonie an einem Tag blicken, um mit ihr etwas zu arbeiten…Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn während der Schulzeit kein Raum dafür ist, da die Schule anstrengend genug ist – aber in den Ferien sollte man sich doch mal aufraffen können! Zumal Baschka geradezu nach Arbeit schreit. Sie lernt so gern Neues und steht jetzt fast immer rum. Denn ich habe bei den ständig wachsenden Schülerzahlen (erfreulich!) und der alleinigen Versorgung der 17 Ponys keine Zeit mehr, mich auch darum noch zu kümmern. Bitte tut was!!! Ihr habt für sie die Verantwortung übernommen, dafür muss man auch tätig werden.

Am Samstag kamen Antonia, Paulina, Liya und Linda auf die gute Idee, sich etwas früher bringen zu lassen, als direkt zu ihrem eigentlichen Reitunterricht. Sie  nutzten die gewonnene Zeit, um sich um Baschka zu kümmern (tolle Idee!! Mehr davon :-))

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Das Hufe auskratzen klappt schon ganz selbstverständlich, auch wenn es ihr noch etwas unangenehm ist, als Fluchttier nur auf drei Beinen stehen zu müssen, wie man deutlich an ihrem Ohrenspiel erkennen kann.

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Umso toller findet sie es, wenn sie gemeinsam mit den anderen in der Abteilung mitgehen kann. Antonia achtet korrekt darauf, dass sie den Abstand einhält und nicht drängelt oder überholt.

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Da wir bei Baschkas erstem Hängererlebnis ja nicht erst ein Vertrauen bildendes Training voranschicken konnten – sie hatte an dem Tag das erste Mal ein Halfter um, wurde erstmals von Menschen angefasst und dann unter starker Betäubung auf einen Hänger geschoben (ein Wunder, dass sie uns gegenüber so freundlich ist, nach all dem) – gilt es jetzt, dieses etwas ruppige Erlebnis mit schönen Erfahrungen zu überdecken. Ich hatte sie bereits einmal an den Hänger herangeführt, wobei sie SEHR skeptisch war. Also habe ich mich einfach auf das Schutzblech gesetzt und sie so nah beim Hänger gefüttert. So hatte Antonia es etwas leichter, sie an den Hänger heranzuführen. Und ganz offensichtlich wird er bereits jetzt schon als nicht mehr ganz so schrecklich empfunden. Ans richtige Hängertraining können wir erst dann gehen, wenn ich es schaffe, den Hänger mit dem Renovierungsmüll zur Mülle zu fahren… Aber meine Handgelenke schwächeln einfach.

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Als Belohnung ging es dann erstmals seit sie bei uns ist, raus aufs Feld. Sie hat ja schon immer den anderen hinterher gewiehert, wenn die drum herum galoppieren durften. Jetzt kam sie auch endlich raus. Damit sie sich nicht so einsam fühlt, kam Pretty mit. Überhaupt hat Baschka es geschafft, dass die drei Damen etwas mehr zusammenrücken. Mit Mali ist sie ganz eng befreundet (so hat diese diesmal Baschka hinterher gewiehert, als die sich ums Feld bewegte). Ich denke, sie wird recht bald die Leitstutenfunktion in der Herde übernehmen.

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Und zum Schluß gabs dann noch was für den Kopf: Eine nach Fressen riechenede Plane, über die sie gehen sollte. Mit der mutigen Pretty vorne weg war auch das überhaupt kein Problem.

Alle – Zwei- und Vierbeiner – haben es ganz toll gemacht. Baschka war den ganzen restlichen Tag sehr zufrieden, was sich darin äußerte, dass sie die Shetties weniger gepiesackt hat. Es lohnt sich also, etwas mit ihr zu machen. Bleibt dran ihr Lieben!!! Sie wird es euch als tolles Reitpferd danken…

Donnerstag, 30. September 2010

Mittwoch, 15. September 2010

Erste Longenstunden

 

Wiebke hat das schöne Wetter genutzt und am Sonntag Baschka in die Kunst des Longiert-Werdens eingeführt. Ich hatte sie schon mal kurz um mich rumlaufen lassen, aber das war kein ernsthaftes Longieren. Wiebke hat daran angeknüpft. Zwar auch erst nur mit Halfter, denn die Gewöhnung an den doch sehr einengenden Kappzaum, mit dem allein sinnvolles Longieren möglich ist, wäre ein weiteres Thema für sie. Wie nicht anders zu erwarten, hat sie sich sehr gut angestellt. Nicht nur Baschka, sondern auch Wiebke :-). Da zeigt sich, das Übung den Meister macht! Für mich eine große Erleichterung, jemanden zu haben, der mich bei dieser so wertvollen Ausbildungstechnik unterstützen kann.

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So sieht ein zufriedenes Paar aus und so soll es sein!

Doch Baschka macht auch alleine gern neue Erfahrungen. Da sie mir ein bisschen zu viel abgenommen hat – in der alten Heimat stand sie Tag und Nacht auf Weide und musste nicht solche Rangkämpfe austragen – darf sie mit Vale zusammen Heulage knabbern, während die anderen auf Sand stehen. Das nutzt die neugierige Dame gerne, um auf Erkundungstour zu gehen.

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Und in der Herde steht sie mittlerweile ganz selbstverständlich. Eher ist sie diejenige, die die Kleinen ganz schön rumscheucht. Vor allem Jimmy, der ihr zu Anfang so treu zur Seite gestanden hat. Undank ist der Welten Lohn…

 Baschka gut in Herde

Donnerstag, 9. September 2010

Ausbildungspause zu Ende

 

Natürlich kehrte etwas Ruhe in den Hipe um Baschka ein und die Ausbildung blieb weitest gehendst an Wiebke und mir hängen. Wiebke hat ihr hervorragend das Hufe geben beigebracht. Geht sogar mit Auskratzen ohne Gemucke.

Heute haben Liya, Linda und Antonia weitergemacht - mit  Moses als Unterstützung und Vormacher.

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Die Ponys sollten so halten, dass die Stange zwischen Vorder- und Hinterbeinen liegt. Moses macht es kurz vor und schwupss macht sie es nach. Ist doch Baby leicht…

Ihre Intelligenz macht den anderen sehr zu schaffen. Weil sie nicht so oft rauskommt, um Neues zu lernen, lässt sie ihren Frust reichlich und schlagkräftig an den anderen aus…

Und dann stand das erste Springen auf dem Programm. Linda, Moses, Liya und Baschka haben es ganz hervorragend gemacht. Nur ich fand nie den richtigen Knippsmoment. Trotzdem schöne Bilder….

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Montag, 23. August 2010

Die Ausbildung geht weiter

 

Ich habe sehr dringend darauf bestanden, dass die Jugendlichen schnell einen passenden Namen für die Konik-Stute finden sollten. Mir schwebte Grisu vor, doch der war schon mit einem Drachen besetzt. Also interviewte Liya ihre polnische Putzfrau und kam mit einer langen Liste wieder. Baschka wurde von allen akzeptiert.

Da wir keinerlei Möglichkeit hatten, die neue Stute irgendwie von A nach B zu bringen – sie hatte sich ja das Halfter zerschreddert - , mussten wir sie also sehr schnell Halfterführig machen. Und das ging viel schneller, als befürchtet. Wir haben ihr immer wieder das Halfter auf- und wieder abgezogen – alles versüßt mit Leckerem. Bald schon steckte sie ihre Nase ganz von alleine rein. (Davon sind die Fotos leider der Festplatte zum Opfer gefallen…)

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Dann ging es darum, das Führen zu festigen, auf den richtigen Abstand zu achten. Sie neigt sehr zum Drängeln.

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Und auch das Rückwärtsrichten musste schnell etabliert werden, damit man sie so immer mal wieder in die Schranken weisen kann, wenn sie zu drängelig wird. Eine leichte Körperdrehung und die sanfte Hand auf der Brust reichen eigentlich aus.

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Viel schwieriger war es, sie zum Antraben zu bewegen. Alleine aus der Körperspannung des Führenden heraus verstand sie nicht. Also habe ich sanft mit der Longierpeitsche hinterher getrieben, ohne sie zu verschrecken. Ganz schnell fand sie heraus, dass ein komisches Trippeln des Menschen in Verbindung mit dem Kommando ‘Trab’ schneller bedeutet. Es ging ohne irgendeinen Zug am Führstrick.

Und wir haben immer wieder ihre Neugierde für unsere weiteren Ausbildungsschritte benutzt. Nachts stand sie ja mit Jimmy allein auf dem Reitplatz. Tagsüber mit allen zusammen auf der Weide – da war der Fress-Drang größer, als Rangkämpfe. Nachmittags kam sie dann unter unserer Aufsicht mit  auf den Paddock. Zumal die Großen ja auch oft zum Reiten rausgeholt wurden. Und da hat sie dann ganz genau zugesehen, was mit denen so passiert. 

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Und schwupps konnte man sie problemlos auf die Matten stellen und putzen, wie zuvor die anderen. Natürlich versüßt mit einem Eimer mit Müsli – dem ersten ihres Lebens.

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Eine viel größere Herausforderung war es, sie das erste Mal aus der engen Pforte bei den Anbindern raus zu lotsen. Das war ihr sichtlich unheimlich. Aber bereits beim wieder Reinbringen war auch das kein Problem mehr.

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Manchmal, wenn wir nur zum Aufsteigen auf den Reitplatz gegangen sind, konnten Jimmy und Baschka drauf bleiben. Ihr erster Blick, als sie da oben auf dem Ponyrücken einen Menschen entdeckte, war unbeschreiblich und leider nicht fotografiert. Aber sie hat regelrecht hochgeguckt. Baschka fand alles nur spannend.

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Selbst als wir die komischen Fliegendecken, die aus harmlosen Fjords unheimliche Ritterpferde machten, ausprobierten, schnupperte sie nur einmal kurz. Viel eher schien sich bei ihr der Gedanke breit zu machen: Soviel Aufwand, nur für mich: Alle Ponys grau zu färben…?

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Hier zeige ich den Kids eine sehr schöne Übung zur Vorbereitung zum Hufe geben. Man legt ein langes Seil unten um den Vorderfuß und zieht so lange mit leichtem Druck daran, bis das Pferd den Huf vorwärts bewegt. Sofort lässt der Druck nach. Wiebke hat es sehr schnell selbst umgesetzt.

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Als nächstes ging es darum, sie an den Beinen so zu berühren, dass sie es sich nicht nur gefallen ließ (beim ersten Mal hat sie nach meinem Hintern geschnappt…), sondern wenn möglich auch noch das Gewicht dann von dem entsprechenden Bein weg verlagert. Dafür die vorgeschaltete Übung…

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Man kann deutlich am rechten Bild erkennen, dass sie das Thema sehr reizt. Kein Wunder: Nehme ich einem Wildpferd ein Bein weg, ist es hilflos. Das ganze Thema brauchte also sehr viel Geduld

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Und natürlich muss man immer wieder überprüfen, ob man diese Übung an jedem beliebigen Ort durchführen kann. Geht. Allerding bin ich selbst mit der Hinterhand sehr vorsichtig, da ich  zur Zeit rückentechnisch angeschlagen bin und nicht sehr reaktionsschnell, sollte Baschka tatsächlich reflexartig ausschlagen. Da vertraue ich auf den Schmied. Als sie kam, waren ihre Hufe in einem furchtbaren Zustand, da sie niemals ausgeschnitten wurde. Da sie sich die Hufe in der kurzen Zeit bei uns sehr schön abgelaufen hat, ist der Schmied nicht mehr so dringend. Anscheinend stand sie vorher entweder sehr weich oder hat sich wenig bewegt.

Eine weitere Übung, um das Pferd für Berührungen zu desensibilisieren, ist das Umlegen des Körpers mit einem langen Seil. Dann stellt man sich leicht seitlich hinter das Pferd, zieht vorsichtig an dem Seil, so dass das Ponys den Kopf vom Menschen weg nehmen muss und gleichzeitig auch die Hinterhand vom Menschen entfernt. In der Sprache der Pferde eine ganz wichtige Friedensgeste. Das ist eine Übung, die ich bei Ray Hunt, einem großen, alten US-Pferdemann gesehen habe und die viel Vertrauen zwischen Mensch und Pferd bringt.

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Es ist das Schwierige in der Ausbildung von Pferden, sie einerseits gegen bestimmte Reize zu desensibilisieren, so dass sie nicht sofort zur Seite springen, wenn sie mal ein Strick berührt, eine Gerte streift oder ein hängender Steigbügel anstößt. Sie andererseits aber fein für Hilfen zu halten. Ein schmaler Grat, der viel Feingefühl und Erfahrung braucht.

Da ich sehr schnell gemerkt habe, dass Baschka sich sehr stark an mich bindet – wahrscheinlich deswegen, weil ich zum einen am regelmäßigsten mit ihr arbeite, zum anderen natürlich die größere Dominanz und  Kompetenz im Vergleich zu den Jugendlichen habe, versuche ich immer wieder dafür zu sorgen, dass gerade die Jugendlichen viel mit ihr machen (auch wenn ich hier sehr oft zu sehen bin…)

Der nächste Schritt im Führtraining, war das Bewältigen von Angstsituationen. Das Passieren von unbekannten, flatternden Zelten, Hängern, Autos und Engpässen.

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Erst noch sehr skeptisch, doch nach dem Motto: ‘Aber wenn die Alte da langgeht…’. Einmal den Entschluss gefasst, ging sie ohne zu zögern und am durchhängenden Strick mit. Nicht nur mit mir, sondern auch sofort problemlos mit Annika. Linksrum, rechtsrum – es machte keinen Unterschied – so wie bei Vale, für den die andere Seite ja immer vollkommen neu erarbeitet werden muss…

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Und natürlich kommt auch Baschka nicht ums Longieren herum. Was sonst sollen wir mit diesem aufgeweckten, neugierigen und wissbegierigen Kind machen, bevor wir sie in gut einem Jahr erst einreiten können.

Dazu gibt es derzeit allerdings keine gute Rahmenbedingungen. Man bräuchte schon einen eng begrenzten Raum (Round Pen) und vor allem eine ebene Fläche, damit das Pferd dabei auch sein Gleichgewicht finden kann. Aber für allererste Versuche im Schritt reichte es vorm Paddock aus.

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Rechts herum - dabei ist es wichtig, dass ich auf meiner Position stehen bleibe und das Pferd mit meiner Körperhaltung, dem Weisen des Strickes und dem Touchieren der Gerte an der Schulter den Weg weise. Wenn sie die Richtung verstanden hat, animiert sie die Gerte Richtung Hinterhand zum schnelleren Vorwärts, die Gerte Richtung Schulter zum Einhalten des Kreises um mich herum.

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Und dann das Ganze noch einmal links herum. Es ist einfach unglaublich, wie schnell diese Stute lernt!!!! Ehrlichgesagt auch beängstigend, da solche Tiere aus Unterforderung auch schnell auf dumme Gedanken kommen können.  Baschka ist unglaublich schnell in ihren Reaktionen und Rückschlüssen und durchschaut immer wiederkehrende Rituale bereits nach ein, zwei Mal. Da müssen wir uns alle anstrengen!!!

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Da sie so schnell ist, gehe ich mit ihrem Ausbildungspensum recht schnell voran, schneller, als ich es sonst tun würde. Sobald sich jemand auf dem Reitplatz tummelt, steht sie am Zaun und guckt sehnsuchtsvoll zu. Da Reiten natürlich noch nicht in Frage kommt, habe ich sie beim Ferienkurs mit Leonie kurzerhand den Bodenparcours mitmachen lassen. Wie eine Alte, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Im Gegenteil: Ihre ganze Haltung strahlte ein Endlich aus…

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Da die kalten Tage viel zu früh vor der Tür stehen und sich schon mal mit ordentlich Regen ankündigen – all das Wasser, das in den Wochen zuvor so dringend gebraucht wurde und nicht kam… –  dachte ich, das Kennenlernen einer Decke kann auch nicht schaden. Erst einmal wurde sie dem danebenstehenden Vale mit viel Getöse aufgelegt, Baschka schaute wie immer zu.

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Und dann war sie selbst dran. So gaaaanz geheuer war es ihr nicht. Aber mit einem Leckerchen konnte man auch wieder Luft holen und sich entspannen. Das Ganze hat keine fünf Minuten gedauert.

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Mit einem besonders schönen Ereignis beende ich diese Mammut-Sitzung für heute: Baschkas Geburtstag. Sie wurde am 10.08.2010 zwei Jahre alt. Da das mitten im Ferienkurs war, brachten Jule und die Kids ihr nicht nur besondere Leckereien, sondern auch einen lila Geburtstagschirm mit, den sie sichtlich stolz im Haar genoss… Von Angie gab es noch das schöne hellblaue Halfter, das sie auf den oberen Fotos trägt. Farblich abgestimmt zu dem ebenfalls grauen Eric mit Dunkelblau.

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Vergleicht einmal diesen Blick mit dem ganz zu Anfang. Es ist erstaunlich, wie schnell Baschka in der Herde angekommen ist und wie wohl sie sich fühlt – was man ihrem entspannten Gesicht deutlich ansieht….